Slow Food über den Dächern von Klagenfurt

Es war der letzte kulinarische Abend im Rahmen der Tage der Alpe Adria Küche. Die Veranstaltung war insgesamt ein grosser Erfolg. Dafür sei den Köchen, den Philosophen und vor allem den Produzenten gedankt. Und ohne Helmuth Micheler und seinem engagierten Team vom  Stadttourismus hätte diese Genusswoche allerdings so nicht stattgefunden.

Rund 60 Teilnehmer nutzten den den romantisch schönen Abend im Schweizerhaus am Kreuzbergl um sich von Jürgen Kruptschak, seiner Gattin Andrea Konrad und dem gesamten Team im Service und in der Küche verwöhnen zu lassen. 

Fisch trifft Fleisch war das Motto. Jeder Gang von Wein begleitet. Und es war gut so. 

Den Anfang machte eine Frischkäsepraline auf Kürbiscarpaccio, von Sonnenalm Bäuerlicher Milchhof, Görtschitztal. Der Wein kam vom Hack-Gebell, ein fruchtiger Muskateller.

Die klare Fischsuppe mit Edelfischen und Flusskrebsen von Markus Payr in Sirnitz war der erste Teil des Mottos. Das Weingut Rockabilly lieferte den Grünen Veltliner.

zart,saftig, kärntnerisch

Der zweite Teil des Mottos war das Beiriedsteak vom Schwarzlhof in der Walnusskruste mit geröstetem Herbstgemüse, Rosmarinkartoffel und Cognacglace. Ein Blaufränkisch Fabian vom Weingut Gagger kommentierte die zarte Beiried.

Hausgemachte Erdäpfel-Zwetschkenknödel auf einem Röster im Nussbröselkleid waren ein süßer Abschluss. Die Zwetschken waren aus des Hausherren Nachbars Garten. Danke. Immer wieder gerne. Hier durfte Mann und Frau wählen. Sämling vom Tschida oder Zwetschke vom Pfau. Eine schwere Wahl, doch lies sich das Dilemma leicht lösen. Schön der Reihe nach.

Produzenten waren ebenso unter den Gästen und so haben Thomas Pirolt vom Schwarzlhof etwas über seine Philosophie und den nachhaltigen Umgang mit seinen Tieren erzählt.

Valentin Latschen, berühmt für seine Pfau Schnäpse bat nicht nur zur Verkostung seiner Edelbrände, sondern outete sich zum wiederholten Mal, als Kämpfer für die Regionen, für die Kulturlandschaften ohne Begrenzung und ohne diese alles verdunkelnde mia-san-mia Mentalität. 

Fazit für uns als Slow Food Carinthia Convivium kann nur sein, hier weiter zu machen. Den Kontakt zwischen Gastronomen, Produzenten und Verbrauchern weiter aus zu bauen. Nicht missionieren ist unser Motto, sondern der Dialog mit den Menschen zum Thema Nachhaltigkeit, die biologische Vielfalt, regionale Küchen und Esstraditionen und die Geschmacksvielfalt muss das Ziel unserer Arbeit sein.

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