Slow Food in der Schule Gut.Sauber.Fair

Obmannstellvertreterin Frau Dir.Sonja Schernitz

Slow Food Schnecke

Slow Food als nachhaltiger Schulgedanke

Das Thema Bildung ist in aller Munde und es fängt schon bei den Kleinsten an. Die Klagenfurter Volksschule Festung zeichnet mit ihren Schülern besonders verantwortungsvolle Betriebe mit ihrer Wanderschnecke aus.

Seit 1850 besteht das Gebäude der Volksschule 12 Festung in Klagenfurt, seit 1947 ist dort eine Schule – die älteste der Stadt – beherbergt. Und seit drei Jahren belohnen die Festungskinder Ausnahmeunternehmen, die sich im Bereich „Slow Food“ bewährt haben, mit einem Wanderpokal, der handgefertigten „Slow Food“-Schnecke, die im Schaufenster oder im Geschäft repräsentativ auf die Thematik aufmerksam macht.

In der ersten Kärntner Slow Food-Schule wird der vom Elternverein subventionierte Schulgarten gemeinsam bewirtschaftet, um den Wert von Säen und Ernten bewusst zu machen. „Einer unserer starken Schwerpunkte ist der Slow-Food-Gedanke, den wir den Kindern unter anderem als Geschmacks- und Genussschule näherbringen. Nach gemeinsam getaner Vorarbeit und Zubereitung verkosten und verkochen wir die natürlichen Zutaten,“ erzählt Direktorin und Initiatorin Sonja Schernitz.

Carlo Petrini, Gründer der internationalen Slow Food-Bewegung, stattete erst kürzlich dem Kärntner Tourismustag in Villach einen Besuch ab und rief die Bedeutung des Slow Food-Gedanken wieder einmal in die Köpfe der Erwachsenen zurück. Er selbst suche im Rahmen einer weltweiten Aktion Schulen zur adäquaten Umsetzung: „Gerade im Bildungsbereich ist es wichtig, die Erdbewohner ganz früh mit der Thematik in Berührung zu bringen!“

Hinter der Auszeichnung der Wanderschnecke steckt die Idee, Betriebe zu finden, die mit ihren Produkten ein hohes Maß an Erdverbundenheit mit der Region, Handarbeit, gutem Geschmack, hervorragendem Duft, ansehnlichem Aussehen, Unverfälschtheit und Echtheit vom Ursprung bis zum Endprodukt erfüllen. Als 1. Gewinner ging in ihrem 35. Jubiläumsjahr die Kornstube hervor. Weitergewandert ist die Schnecke dann zu Herrn Jäger und seinen Delikatessen, der mit seinem Fachgeschäft bereits seit 58 Jahren besteht und „Slow Food“ in seinen Grundzügen seit jeher lebt. Auch der Schulmilch-Lieferant „Sonnenalm“ aus dem Görtschitztal wurde schon mit der Slow Food-Wanderschnecke von den Schülern ausgezeichnet. Spannend bleibt, für welchen nachhaltigen Betrieb sich die Jury als nächstes entscheidet. (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Magazin Advantage)

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