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Die Kochwerkstatt

Die Kochwerkstatt

Christian Cabalier

Benediktinerplatz 15-16, Markthalle

9020 Klagenfurt

FB @kochwerkstatt.am.markt

www.kochwerkstatt-am-markt.at

Ruhetag: Sonntag, Montag

Preise: 5,40€ – 14,90€

Öffnungszeiten: 0900-1800 Uhr

Frühstück ab 0900 Uhr

Küche ab 1100 Uhr

Der Kreative am Herd

Er führte bis 2014 Zagreb bestes Restaurant. Das „bistro apetit“. Er modernisierte die kroatische Küche und brachte internationale Kulinarik in eine Küchenwelt die bis dahin monothematisch und vergangenheitsbezogen war.

Seit 2015 kocht Christian Cabalier mit einem sehr gut eingespielten Team in seiner Heimatstadt. Dort wo es leicht nach ‚italianita‘ schmeckt. Im Zentrum von Klagenfurt, am Benediktinermarkt.

Der Service ist Top und die Auswahl an in- und ausländischen Weinen ist beachtlich. Das Lager an Jahrgängen des berühmten toskanischen Tignanello von Antinori, das größte im Land Kärnten.

Wöchentlich wechselt die Speisenkarte auf der immer 8 Köstlichkeiten vorgestellt werden. Bei unserem Besuch bot der Wirt, einen Carolina Bela 2013 vom Jakovcic/Brda aus Slowenien als Tageswein an. Dieser begleitete uns zum ersten Gang dem Bio Ziegenkäse aus Kärnten auf Tomaten Couscous-Guacamole-Basilikum zum Preis von € 9,20. Nach dieser Einleitung war noch Platz für das unvergleichliche Beef Tartar „Kochwerkstatt“ mit marinierten Eierschwammerl und Baharat um €10,80. Es ist Sommer und daher gab es als süßes Ende Vanille-Tonkabohnen Creme Brülee -Weichselröster-Minze-Erdbeeren zu wohlfeilen €5,90.

Die Preise sind moderat und bewegen sich zwischen € 5,40 & € 14,90. Reservierung ist empfohlen. Besonders um die Mittagszeit. 

Autor: Klaus Schauer, Klagenfurt

Zur Alten Point

Gasthof und Vinothek ALTE POINT
Fam. Claudia & Bernhard Trügler
9543 Arriach4 am Dorfplatz
+43 4247 8523 5
www.altepoint.at
Ruhetag: Montag, Donnerstag
Preise: 10€ – 33€
Öffnungszeiten: 10.00 – 2400 Uhr
Durchgehend Küche

Alte Point in Arriach – Entschleunigt genießen 

Wir sind verwundert, dass es immer noch Genießer gibt, die dieses wunderbare Lokal nicht kennen.
Aber glauben Sie uns! Wenn Sie einmal dort gewesen sind, werden Sie sehr rasch zu den Stammgästen gehören.
Empfangen werden Sie von der äußerst sympathischen und immer freundlich aufgelegten Chefin Claudia Trügler, die gemeinsam mit ihren kompetenten Mitarbeitern für ein rundum entspanntes Ambiente sorgt.
Den Chef Bernhard Trügler lernen Sie erst bei der Nachspeise kennen, nämlich dann, wenn er die Küche verlässt und den Gästen die rhetorische Frage stellt, ob es geschmeckt hat.
Als Basis seiner Küchenkreationen verwendet er fast ausschließlich Produkte aus der näheren Region.
Wir wurden mit einer sehr geschmackvollen Bärlauchsuppe – serviert in der Espressotasse – von der Küche „gegrüßt“. Weiter ging es mit einem karamellisierten  Ziegenfrischkäse und grünem Spargel um Euro 10.50.
Der Saibling im Ganzen gebraten vom Payr/Natmessnig mit Mandelbutter und Braterdäpfel für 19,50 Euro war wunderbar frisch und hat bestens geschmeckt.
Zu empfehlen ist aber immer wieder das Tagesmenü.
Für 19.50 Euro wurden Cremesuppe vom Spargel, Gulasch vom Kalb mit Sauerrahm und Butterspätzle sowie als Nachspeise Banane im Glas serviert.
Die Tagesempfehlungen, aber auch die A la Carte Speisen sind vielfältig und machen die Wahl zur Qual.
Die Weinkarte entspricht voll und ganz den Intentionen der Wirtsleute und so werden Großteils heimische Tropfen angeboten.
Die Alte Point ist auf jeden Fall einen Besuch wert und Sie werden sich wieder kommen.

Autor: Harald Repar, Klagenfurt

Zagreb, eine Stadt mit Geschichte

Markt in Zagreb
Jeden Tag kaufen die Bewohner von Zagreb am Dolac Gemüse, Fleisch und Fisch.

Zagreb- Kroatiens Hauptstadt, liegt nur ein wenig mehr als zwei Stunden vor unserer Kärntner Haustüre. Ewiger Begleiter der Mitteleuropäischen Kultur, katholisch geprägt und durchmischt mit allem, was der Balkan zwischen Sofia, Niš, Belgrad und Sarajevo an Kulinarischem auf zu bieten hat. Gerne hören es die Kroatien nicht, doch das Balkanische ist durchaus präsent. Vergleiche auch Wien Mexikoplatz – dort, so sagt der Volksmund beginnt der eigentliche Balkan.

Auch wenn in unserer Bundeshauptstadt vieles an das südöstliche Völkergemisch erinnert und uns sympathisch begegnet, den Markt in Zagreb sollte man erlebt haben. Es ist die Vielfalt der Produkte die dort ,Vorort, je nach Saison präsentiert werden.

Wenn der p.t. Besucher mit seiner Besucherin vom Hauptplatz, dem Trg Ban Jelaćič kommend, in Richtung Dolac – so heißt der Markt in der Stadtmitte – lustwandelt, kommt er zuerst zum Blumenmarkt. Hier verkaufen Privatgartenbesitzer und Blumenhändler wundervolle Gebinde und Blumensträuße, die ein Spiegel der Jahreszeit sind. Um 5 HK (kroatische Kuna) bekommt der Besucher einen wohlduftenden Wiesenblumenstrauss für seine Begleiterin.

Wenn sie jetzt noch nicht gefrühstückt haben, ist der nächste Weg hinauf zum Dolac, auf die mittlere Ebene. Am Ostende gibt es BUREK. Jenes strudelähnliche, warm genossene Fast Food des Balkan, das es „za sirom“, also mit Topfen, „za mjesom“ mit Fleisch oder „za plitva e spinat“mit Mangold und oder Spinat gibt. Dazu trinkt der versierte Burekfrühstücker „tekući joghurt“. Trinkjoghurt. Oder Bier. Aber es sollte ein einheimisches sein. Also „domaći“ wenn’s leicht geht.

Je nach Jahreszeit bietet der Grünmarkt im Freien alles was die fruchtbaren Ebenen in Slawonien und Dalmatien wachsen lassen. Kräftige Fleischtomaten aus dem Delta der Neretva, Erdbeeren aus Slawonski Brod, Salat und Gurken aus Velika Gorica. Kartoffel aus Vukovar. Das meiste Gemüse stammt von Kleingärtnern und Bauern. Das bedeutet, dass die internationalen Konzerne mit Ihren Dünge- und Giftmitteln noch nicht wirklich Fuß fassen konnten. Man kann, wenn man möchte, von Bio ähnlicher Qualität der Waren sprechen.

Im „Bauch“ des Marktes, in den Hallen, bieten Fleischhauer und Händler ihre Waren an. Hier findet man viele Innereien und Geräuchertes. ZB. Kutteln, Leber, Nieren, geräucherte Schweinefüße- und Köpfe. In einer eigenen Halle findet man die Bäuerinnen aus Slawonien mit ihren handgemachten, hauseigenen Topfen- und Käsesorten und dem hauseigenen Vrhnje, einer am ehesten mit den deutschen Schmant zu vergleichende Köstlichkeit, die man zum kochen oder zum löffeln verwenden kann. Wer Lust auf mehr hat, kauft sich bei einem den vielen Teighändler den fertigen Strukliteig und macht sich zu hause einen warmen Strukli mit Topfen. das Rezept finden sie im hier:
Das Rezept für Strukli finden sie auf der Website www.kuchlnes.at oder unter http://bit.ly/2qQSvRb

Ich empfehle möglichst früh auf den Markt zu fahren. So kommt man noch in den Genuss eines voll gedeckten Tisches in der Fischhalle (so ferne nicht die Bura den Fischern die Ernte „verhagelt“). Vom Angler bis zum Zander, von der Venusmuschel bis zu Meeresschnecken, vom Taschenkrebs bis zu den berühmten Langostinos findet der Kenner hier alles was das Herz begehrt.
Auch kleine Sardinen und Gavuni kann man hier kiloweiße kaufen. Doch ist es ratsam, diese Meeresbewohner, gut frittiert mit einem Glas Grašenina aus Slawonien, am besten vom Krauthaker, vor Ort zu verspeisen. Neben der Fischhalle. Im winzig kleinen Cafe Amfora.
Essen sie allerdings nicht zu viel von den Köstlichkeiten, denn auf der Heimreise erwartet sie noch eine unübertroffene Spezialität.
Da sie sicher mit einem digitalen oder analogen (Starssenkarte) Navi unterwegs sind, geben sie jetzt als Zieladresse Franje Tudmana 21, 10437 Bestovje, Croatia ein. Im Westen von Zagreb, in der Nähe der Autobahnauffahrt Richtung Lubjiana, erwarten sie die besten Čevapćići und Razniči zwischen Nordkap und Tafelberg. Handgewuzelt, klein und luftig, gehaltvoll gewürzt und auf dem Holzkohlengrill gebrutzelt.
Serviert mit groben weißen Zwiebel und am Grill getoasteten Weißbrotscheiben, möchten Mann und Frau nicht mehr aufhören zu träumen. Wer nicht ohne kann, der kauft sich vorausschauend in einem Lebensmittelladen ein mildes oder scharfes Glas Ajvar, der Marke Podravka und bringt es zu „Kod Marka“ so heißt das kleine Gasthaus mit. Ja, sie dürfen. Die Gastwirtin ist das schon gewohnt.
Die kleinen Fleischspießchen vom Schwein, Razniči genannt, zergehen fast im Mund. Dazu trinkt man einheimisches Bier der Marke Karlovačko oder Ozujsko Pivo.

So gestärkt treten sie die Heimfahrt an und plagt sie das Gewissen, dass sie wieder einmal nur als Genussmensch und nicht als an Kultur interessierter Mitteleuropäer unterwegs waren, so trösten sie sich mit der ehrlichen Absicht wieder zu kommen. Dann schauen sie sich den schönsten Friedhof Europas an, besichtigen das Kaptol, Zagrebs katholisches Wahrzeichen, fahren mit der Zahnradbahn hinauf in die Altstadt und bummeln in alten Gässchen mit deutscher Strassenbezeichnung und Gaslaternen als Beleuchtung.Romantik pur.

Viel Vergnügen wünscht ihnen

Klaus Schauer
klaus.schauer@kuchlnews.at

Das Rezept
Čevapćići – ein Rezept aus den Tagen des seligen Jugoslawien.
Den Geschmack der Kindheit, verbunden mit den Urlauben an der kroatischen Adria lässt man am Besten dadurch aufleben, dass man 500g Rindfleisch von Hals, Hüfte oder Rippen mit 250g Lammfleisch gemeinsam durch den Wolf dreht (macht der Fleischer des Vertrauens).
Klein gehackte Zwiebel, Knoblauch, 1TL Salz, 1Tl geschroteter schwarzer Pfeffer und 1/2 TL Natriumkarbonat (trockenes Soda) untermengen. Dieser bewirkt, dass die Masse locker, luftig wird.
15 Minuten kräftig vermischen. Funktioniert zB. mit der Küchenmaschine plus Knethaken sehr gut.
Wer’s schärfer möchte, fügt dementsprechend Chili hinzu.

Im Idealfall rastet die Fleischmasse mindestens 24 Stunden im Kühlschrank und wird erst 1h vor der Verarbeitung bereitgestellt.
Das balkanische Original verlangt den Holzkohlengrill und ein max. Gewicht der Čevapćići von 40g und 1,5cm Durchmesser.